Polymerisationslampen - Alles, was man wissen muss
Polymerisationslampen werden in der Zahnmedizin zum - Aushärten - von Kompositfüllungen verwendet. Die Lampen selbst werden in verschiedenen Ausführungen hergestellt. Es gibt neben den konventionellen Modellen noch Softstartmodelle, die erst nach 10 bis 20 Sekunden ihre volle Lichtleistung erreichen und auch mit reduzierter Lichtleistung arbeiten. Alle Polymerisationslampen müssen ein Kaltlicht erzeugen. Hier entsteht keine Hitze bei der Verwendung, da diese Lampen als Kaltlichtquelle genutzt werden. Dies ist notwendig, denn durch die Hitze und Wärmeentwicklung kann die Zahnpulpa geschädigt werden. Das Kaltlicht hingegen sorgt für eine optimale Aushärtung und bringt durch die enorm hohe Leuchtdichte genau die Eigenschaften mit, die zum Aushärten benötigt werden. Jedoch ist auch hier die Technik inzwischen weiterentwickelt worden, sodass bei neuen Polymerisationslampen die erforderliche Lichtquelle zum Aushärten schon mit integriert wird. Bevorzugt werden hier LED-Lampen.
Polymerisationslampen bringen eine sehr ausgeklügelte Technik mit, die auch in der Zahnarztpraxis immer wieder überprüft werden muss. Denn die Leistung der Lampen nimmt im Laufe der Zeit ab und so kann diese eventuell keine vollständige Härtung mehr vollziehen. Eine Minderung der Lichtleistung ist auch vorhanden, wenn der Abstand zwischen Lampe und Füllung zu groß ist. Genauso ist eine Minderung zu verzeichnen, in der Tiefe der Füllung. Die erforderliche Energiedosis ist aber so gut berechnet und kalkuliert, dass die Polymerisationslampen auch bei der Tiefenwirkung noch optimal funktionieren. Gemessen werden kann die Lichtintensität mit der Ulbrich-Kugel oder aber auch mit einem Radiometer. Bei einigen Polymerisationslampen ist das Radiometer schon integriert, sodass die Handhabung für den Zahnarzt sich vereinfacht.

